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Der Terror schlägt um sich

25.03.2016 Thomas Pollan

Der Terror schlägt um sich. Kriege bedrohen unsere Außengrenzen und Flüchtlinge stehen an Stacheldrähten Schlange. Anstatt diese Krisen anzupacken und für die Sicherheit des Kontinents zu sorgen, flüchten die europäischen Regierungen in einen selbstmörderischen Nationalstaats Egoismus.

Selbst die Krisen, die uns beuteln haben das Bild nicht geändert: Wie im 19. Jahrhundert lenken Staatskanzleien die Zukunft des Kontinents. Botschafter tauschen Noten und Mitteilungen aus, Minister treffen sich in ihrem Fachbereich und wenn gar nichts mehr weiter geht bequemen sich 28 zerstrittene Regierungschefs nach Brüssel, um einen Minimalkompromiss auf die Beine zu stellen.

Dieses Regierungssystem ist vollkommen veraltet und entspricht in keiner Weise den Anforderungen.

Und so zieht sich eine Spur des Terrors von Paris, nach Kopenhagen und weiter nach Brüssel. Denn die Terroristen haben keinen ernsthaften Widersacher.

Amerika hat nach dem 11. September 2001 schnell verstanden, dass einer der Hauptgründe warum so ein infernales Attentat gelingen konnte, mangelnde Zusammenarbeit zwischen den nationalen Sicherheitsdiensten war.

Terroristen und Verbrecher arbeiten über alle Grenzen hinweg.

Und was machen wir Europäer? Wir leisten uns 28 spärlich kooperierende Geheimdienste und jedes Ländlein unterhält eine kaum einsatzfähige Armee.

Der IS wird weiter Terror säen. Nur ein geeintes Europa, nur eine effektive europäische Regierung, nur eine europäische Sicherheitsarchitektur wird dem Angriff widerstehen können.